Auf Basis von AdSense, aber doch etwas anders, ist zum heutigen Tage ein neues Programm zu keywordsensiblen, werbegenerierten Anzeigen seitens Google in die offene Beta-Phase gestartet. Sein Name lautet Interest Based Ads, in deutsch interessenbasierten Anzeigen.
Ganz genauso wie bisher das klassische AdSense strukturiert kann es auch von der bekannten Oberfläche des Google Adsense Programmes her aufgerufen und individuell angepasst oder ganz abgeschalten werden. In der Pressemitteilung spricht Google in diesem Zusammenhang gar von Datenschutz - "Mit dem Ads Preferences Manager und den Möglichkeiten für die Nutzer des Google Content-Netzwerks und von YouTube, Interest Based Ads für sich selbst anzupassen oder gar komplett auszuschalten, setzen wir neue Maßstäbe und leisten einen wertvollen Beitrag für den Datenschutz", sagt Stefan Tweraser (39), Country Sales Director von Google Deutschland.
Die wichtigste Neuerung ist bei diesem System, dass der Nutzer gezielter als bisher angesprochen wird. Seine personalisierten Informationen, die der Browser speichert, werden heran gezogen. Surft zum Beispiel ein Leser vorrangig auf Webseiten für Automodellbau, sind ihm aller Wahrscheinlichkeit nach vorrangig Werbeeinblendungen von relevanten Angeboten wie Modellbau oder Autoseiten interessant. Das nutzt der neue Google-Service aus, verspricht seinen Publishern dadurch höhere Klickraten und dem Nutzer relevantere Anzeigen, die nicht mehr zwingend auf den Content des betreffenden Artikels ausgerichtet sind. Auch Webseiten, die kürzlich vom Nutzer aufgerufen worden sind und eine Anzeige beim Marktführer für internetbasierte Werbung geschalten haben, werden bevorzugt dargestellt, liegt es doch nahe, dass genau jener Shop oder jenes Angebot den betreffenden Nutzer stark interessiert. Summa summarum : interessenbasiert clever für alle Beteiligten.
Interessenbasierte Anzeigen sind vom, in diesem Fall "Ads Preference Manager" genannte, Publisher, also Webseiteninhaber, angeblich intuitiv bedienbar. Woran kein Zweifel entstehen dürfte, kennt man die Usability einschlägiger Google-Produkte der bisherigen Paletten, die sich weit über dem Durchschnitt des Marktsegmentes platzieren.
"Wir sind der Auffassung, dass Werbeanzeigen eine nützliche Informationsquelle darstellen, die Nutzer mit Produkten, Dienstleistungen und Ideen verbinden, für die sie sich interessieren. Indem wir die Relevanz von Anzeigen erhöhen und die Verbindung zwischen Werbetreibenden und unseren Nutzern verbessern, profitieren beide Seiten gleichermaßen", schließt Stefan Tweraser.











